TomorrowFocus übernimmt weitere 29% an Holidaycheck

20. August 2007

Die TomorrowFocus AG übernimmt lt. Pressemitteilung für 28,2 Mio. € Kaufpreis weitere 29% an der Holidaycheck AG und hält damit ab 1. September 80% an dem Hotelbewertungsportal. Verkäufer dürfte Burda Digital Ventures sein, die im Juli 2006 diese 29% übernommen hatten.

Für die restlichen 20%, die aktuell das Management hält, seien bereits Optionen vereinbart worden, so dass Holidaycheck über kurz oder lang vollständig übernommen werden wird.

Das obligatorische Zitat von Stefan Winners, CEO der TOMORROW FOCUS AG, zum Deal:

Die HolidayCheck AG at sich in den vergangenen 12 Monaten ausgezeichnet entwickelt. Jetzt geht es darum, eine internationale Position in Europa aufzubauen und zu einer der Top-3 Player im Online-Reisebereich in Europa zu werden.

Comvel (weg.de) kauft Ferien.de

16. Juli 2007

War wohl nix: Wie die fvw berichtet (€) verkauft TUI Leisure Travel (TLT) die erst 2005 erworbene Ferien.de wieder. So richtig hat’s nicht funktioniert, die Eigenmarke “Ferien” aufzubauen, nötige Investitionen in einen Ausbau von Ferien.de wollte TLT jetzt offenbar nicht (mehr) stemmen.

Somit übernimmt weg.de-Betreiber Comvel nun die Seite, die 2006 rund 23 Mio. Euro umgesetzt hat. Besonders interessant findet man bei Comvel offenbar das Veranstaltergeschäft, das man kräftig ausbauen will. Außerdem bleiben die “Ferien”-Reisen im TLT-Angebot erhalten, eine längerfristige Zusammenarbeit wurde hier vereinbart.

Jeder fünfte bucht online

25. Juni 2007

Wieviele Leute buchen online? Jeder zweite, dritte oder vierte? Jetzt bucht also jeder fünfte seine Reise bzw. seine Einzelleistung online oder hat das schon einmal getan, stellen die Verbände Bitkom und VIR in einer Studie fest. Eingerechnet sind z.B. aber auch Eintrittskarten. Pauschalreisen haben allerdings erst 6,5% der Bevölkerung online gebucht.

Urlaubsinfos (v.a. Angaben zum Reiseziel und Preisvergleiche) holen sich danach 39% der Deutschen im Internet.

Bitkom-Studie

Dynamische Pauschalreisen: Zitate

11. Juni 2007

Traveltainment-Chef Ralf Usbeck nennt ein paar Zahlen zum stark wachsenden Online-Reisemarkt:

Dieses Jahr werden über unsere Systeme [...] im Internet etwa 100 Millionen Euro mit dynamisch produzierten Reisepaketen umgesetzt, das entspricht einem Online-Marktanteil von ca. 10%. Diese Jahr werden über unsere Online-Buchungssysteme im Internet rund 1 Milliarde Euro mit Pauschalreisen umgesetzt. Das Wachstum inserer Internet-Buchungssysteme beträgt aktuell etwa 60%, bei den virtuellen Veranstaltern sogar 170%.

Seine Prognose für die stationären Reisebüros ist dagegen eher düster:

Mittelfristig (5 Jahre) wird sich die Anzahl der stationären Reisebüros halbieren

L’Tur-Chef Karlheinz Kögel sieht glänzende Perspektiven für die Pauschalreise:

Ganz oben bei den Megatrends steht die Pauschalreise. Sie bleibt der Anker im Gewirr von Preisen und Angeboten. Die Kunden übersehen in ihrer Faszination von Bausteinen, wie schutzlos sie bei einer Individualreise im Ausland sind. Da gilt kein Reiserecht, keiner haftet.

Ergo: Der Kunde will die größtmögliche Vielfalt von Bausteinen, aber übersichtlich, einfach und v.a. unsichtbar für ihn im Hintergrund verpackt als Pauschalangebot.

Quelle: Jubiläumsausgabe 40 Jahre fvw

Aidu verliert erneut vor Gericht

1. Juni 2007

Wie berichtet könnte das Online-Reisebüro Aidu.de bald einen neuen Namen brauchen – auch in 2. Instanz vor dem Oberlandesgericht Köln konnte sich die Aidu-Betreiberin Unister GmbH nicht gegen die klagende AIDA Cruises durchsetzen.

6 Monate hat Aidu nun Zeit, auf die Domain ab-in-den-urlaub.de umzusteigen. Die Domain Aidu.de selbst darf Unister behalten, darauf allerdings keine touristischen Inhalte präsentieren.

Sofern sich mit AIDA nicht auf einen Deal einlässt und etwa prominenten Werbeplatz auf der hochfrequentierten Aidu-Seite bekommt o.ä. dürfte es das für Aidu.de gewesen sein. Juristische Schritte gegen das Urteil sind mangels Erfolgsaussichten nicht zu erwarten.

Was heißt das jetzt aber konkret für Aidu?

  • Auf die massiven Werbekampagnen wirkt sich das Urteil weniger aus, die Banner-Klicks der millionenschweren Kampagnen gehen halt einfach auf eine andere Domain
  • Die Kunden- und Newsletteradressen sind auch nicht betroffen, die können weiter beackert werden
  • Das “Branding” der Marke ist hinüber. Aber Aidu war eher trotz, nicht wegen seiner tollen Marke so erfolgreich
  • Einzug die guten Suchmaschinenpositionen sind futsch, eine einfache Weiterleitung dürfte das Urteil kaum erlauben
  • Hingegen kann die Aidu.de-Domain selbst, so sie denn noch in 6 Monaten noch massig Traffic bringt, ja für die zahlreichen anderen Portale der Unister GmbH eingesetzt werden, Preisvergleich.de etwa bietet sich als general-interest-Thema ja an.

Alles in allem gabs sicher schon schönere Tage für Unister-Chef Thomas Wagner als heute. Wer allerdings als Online-Reisebüro dem finanzkräftigen Marktführer Expedia.de ernsthafte Traffic-Konkurrenz machen kann, wird sich auch durch so einen Tiefschlag nicht wirklich aufhalten lassen.

Jeder zweite/dritte/vierte bucht online

30. Mai 2007

Laut der Forschungsgruppe Wahlen buchen 34% aller Bundesbürger, also jeder dritte, ihren Urlaub komplett bzw. wenigstens eine Einzelleistung (Flug, Hotel, Ticket) mittlerweile online. Im Verhältnis zur Internet-nutzenden Bevölkerung (61%) ist das dann sogar mehr als jeder zweite (Umfage-Details als pdf).

Wem jeder vierte Bürger lieber ist: Die GfK hat ermittelt, dass jeder vierte Deutsche seinen Urlaub “zuhause organisiert”, also ganz oder teilweise per Internet bucht.

Alles nur eine Frage der Sichtweise (Fragestellung, Definition “online Buchung”, Grundgesamtheit). Von unseren Kunden bei Nix-wie-weg.de übrigens bucht sogar jeder online ;-)

Stornopool steht doch nicht zum Verkauf

23. April 2007

Obwohl bei der Domainbörse Sedo als Verkaufsobjekt eingetragen, steht Stornopool entgegen der letzten Meldung hier doch nicht zum Verkauf. Stornopool-Inhaber Volker Bornhauser hat sich telefonisch in die Diskussion eingeschalten. Er möchte nicht selbst posten, daher fass’ ich das Gespräch hier einfach kurz zusammen:

Demnach stand Stornopool nie wirklich zum Verkauf. Vielmehr läuft da eine “juristische Geschichte”, auf die er wegen des laufenden Verfahrens nicht weiter eingehen will. Bornhauser möchte seine Stornopool-Idee vielmehr weiter ausbauen und langsam weiter wachsen.
Auch die bei Sedo erfassten Zugriffszahlen stimmen lt. Volker Bornhauser nicht, man habe täglich rund 1.000-1.200 Besucher, also rund das doppelte der Sedo-Zahlen. Im Schnitt befinden sich 40-50 Storno-Reisen auf der Plattform, 20-25% davon werden tatsächlich vermittelt.

Zu einer möglichen Schnittstelle aus der Toma-Maske meinte Bornhauser, dass die Veranstalter keinerlei Interesse an einer Umbuchung der Stornoreisen hätten und insofern eine solche Schnittstelle nicht dulden würden. Eine eigene Schnittstelle z.B. für Reisebürokooperationen könne er derzeit technisch nicht umsetzen.

Ebenso kritisierte er die Reisebüros, die oft kein Interesse an einer Weitervermittlung der Stornoreise bei Stornopool hätten.  Ich muß Martin aber Recht geben, sonderlich bekannt dürfte Stornopool bei den Reisebüros nicht sein, was ja auch nicht weiter verwundert: Schließlich habe man seit dem Start im August 2005 noch keine Cent in Werbung investiert, so Bornhauser.

Stornopool steht zum Verkauf

12. April 2007

Das Projekt Stornopool steht bei Sedo zum Verkauf. Das Geschäftsmodell des Anbieters:

Stornopool vermarktet stornogefährdete Reisen. Das Konzept: Ist jemand verhindert, kann er seine bereits gebuchte und oft sogar schon bezahlte Reise bei Stornopool öffentlich anbieten. Der Vorteil: Der Anbieter der Reise spart einen großen Teil der Stornogebühren, wenn jemand anderes für ihn den Urlaub antritt.

Das Konzept wurde schon öfter aufgegriffen, durchsetzen konnte sich das aber nirgends. Die Domain Stornopool.de hat rund 15.000 Besucher pro Monat.

Endkunden, die einmal im Leben eine Reise stornieren haben sicher andere Sorgen (=den Stornogrund), als ihre Reise irgendwo anzubieten und für Reisebüros fehlt m.E. eine Schnittstelle aus der Toma-Maske o.ä., so dass die stornierten Reisen einfach und halbautomatisch an Stornopool übermittelt werden könnten.

Air Berlin übernimmt LTU

27. März 2007

Nach der Übernahme der dba im August letzten Jahres (Verkäufer: Rudolf Wöhrl) übernimmt Air Berlin nun auch die LTU für 140 Mio. Euro – Verläufer wiederum: Wöhrl, der 55% an LTU gehalten hat. Wöhrls Konzept ist damit einmal mehr aufgegangen: Kaufe marode Airline, mache sie profitabel und verkaufe das ganze dann an die Air Berlin. Who’s next? Tuifly ;-)

Im Gegensatz zur dba bleibt die Marke LTU aber bestehen, ebenso soll LTU als eigenständige Gesellschaft erhalten bleiben. Mehr zur LTU-Übernahme: Pressemeldung von Air Berlin und recht ausführlich von Wöhrls Intro GmbH.

Zahl am Rande: 50% der AB-Einzelplatztickets wurden 2006 via Internet verkauft.

Die ITB ruft!

6. März 2007

Morgen eröffnet die weltgrößte Touristikmesse ITB wieder ihre Pforten. Vom 7.-11. März gibt’s wieder allerlei maskierte Ureinwohner, Folkloretänzer & Co. an den Ständen der Touristikämter aus aller Herren Länder.

Interessanter für’s Touristikblog ist da schon die eher kleine Halle 6.1 (Travel Technology). Ich werd am 8. und 9. März da sein, einige interessante Gespräche stehen an (wer Interesse an einem Treffen hat bitte einfach mailen).

Spätestens nächste Woche gibt’s hier dann einen ausführlichen Bericht über aktuelle Trends (sind Trends nicht eigentlich immer aktuell?) und Entwicklungen.