Studie: Auswirkung von Terror auf das Reiseverhalten

Welche Auswirkungen hat der Terror auf das Reiseverhalten? Dieser Frage gingen die Autoren der FURReisesanalyse Dr. Peter Aderhold und Prof. Dr. Martin Lohmann beim fvw-Kongress auf den Grund.
Trotz aller negativer Einflüsse wie Terroranschläge oder Naturkatastrophen ist die Reiseintensität der Deutschen seit 30 Jahren nahezu konstant (in der Branche würden jedoch bereits geringe Ausschläge nach unten oder oben als extrem wahrgenommen). Ihre Erkenntnis:

Durch regelmäßige, unterschiedliche Reisen in verschiedene Länder ist der deutsche Urlauber ein kompetenter Kunde geworden, der weiß was er will. Im Schnitt hat ein Urlauber 4 Reiseziele im Kopf. Krisen wie Terroranschläge oder Naturkatastrophen ändern nichts an der Reiselust, der Kunde switcht nur einfach auf ein anderes, nicht betroffenes Ziel.

Dieser „multioptionale Kunde“ erklärt, warum sämtliche Anschläge und Katastrophen sich nicht auf die Reiseintensität auswirken, da lediglich das betroffene Ziel geändert werde.
Die soziale Schere klafft im Übrigen auch beim Reisen: Gutverdienende, gutausgebildete reisen immer mehr, die untere soziale Gruppe reist immer weniger. Ebenso nehmen wie in anderen Branchen auch die teuren sowie die billigen Reisen zu, die Mitte verliert Marktanteile.

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2 Reaktionen zu “Studie: Auswirkung von Terror auf das Reiseverhalten”

  1. Bodenseepeter

    Die Anschläge in der Türkei haben unter unseren Kunden überraschender Weise zu keinen Verunsicherungen geführt, siehe:
    http://www.bodenseepeter.de/2006/08/29/reisen-in-die-turkei/

  2. urlauber

    das kann ich sehr gut verstehen.. wer möchte denn bei solch einer stimmung noch diese länder bereisen?

    lg urlauber