Thomas Cook will online angreifen

Mit dem für heute angekündigten relaunch von www.thomascook.de wird die neue Online-Strategie von Thomas Cook jetzt konkreter: Das Portal soll zu einem „vollwertigen Online-Reisebüro“ ausgebaut werden und u.a. auch Reisen der Konkurrenz anbieten. Zitat aus der Pressemeldung von Thomas Cook:

Eine zentrale Rolle für die neuen Websites spielen nutzergenerierte Inhalte. Neben Hotelbewertungen und -beschreibungen der Gäste werden Informationen, Fotos und Videos sowie Tipps über Destinationen in die verschiedenen Websites integriert.

Unter www.thomascook.com soll ein „europäisches Online-Reisebüro“ entstehen, was immer das sein mag. Außerdem plant TC, Nischenmärkte zu besetzen, morgen startet dazu eine Plattform für Golfreisen.
Mit dem Strategiewandel der neuen Website erkennt Thomas Cook sicher die wachsende Bedeutung des Online-Vertriebes und versucht damit, gegen die Expedias dieses Landes zu bestehen. Ob die Rechnung, andere Online-Reisebüros mit inakzeptablem Provisionen zu verprellen und zu versuchen, das Geschäft auf die eigene Seite zu lenken aufgeht, wage ich zu bezweifeln. Was wird denn die neue Website grundlegend neues bieten, was nicht auch auf allen anderen Sites auch zu finden sein wird? (Obwohl der relaunch noch nicht online ist: Wohl nix). Wo soll die USP liegen? Marketingmacht? Da lacht sich „Opedia“ ja halbtot…
Ob ein Veranstalter, der trotz aller Online-Euphorie immer noch in Halbjahres-Katalogen denkt wenigstens das neue Online-Konzept konsequent und erfolgreich umsetzen kann, muss die Zeit zeigen.

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